Gerd de Bruyn widerspricht der ermüdenden Rede von der zweiten und dritten Moderne. Die Jagd nach stets neuen Etikettierungen, so lautet seine These, verdanke sich allein der Tatsache, dass der in den dreißiger Jahren bei Hugo Häring, Hans Scharoun und Bruno Taut einsetzende Prozess der Selbstkritik niemals aus dem Schatten der »weißen Götter« - der Propagandisten des International Style, ihrer Nachfolger und ihrer postmodernen Widersacher - zu treten vermochte. Es gehört zu den genuinen Aufgaben zeitgenössischer Architekturtheorie, die Denkbewegungen und die philosophische Neugier, mit denen sich die moderne Selbstkritik »zwischen die Stühle« manövrierte, zu rekonstruieren und auf ihre Aktualität hin zu befragen. Anhand prägnanter Beispiele versucht dieses Buch die Genese der modernen Selbstkritik zu skizzieren.
Category: Arkitektur & Stadsplanering
e-ISBN: 9783035602678
Pay easily by card, Klarna, Apple Pay or Google Pay. Not happy? You always have a 14-day money-back guarantee. Read more in our terms. If you have any questions, email us at hello@memmo.org.
Memmo makes studying easier – wherever you are in the world. We bring your course books and smart study tools together in one place: summaries, quizzes, podcasts and flashcards. Plus Ted, your study buddy who answers anything you wonder. Over 50,000 students already study here – built to help you learn faster and stress less.
You might also like
Buy the book0